Zeitarbeit

Hinweise über Zeitarbeit

Sie suchen wichtige Informationen über Zeitarbeit, konnten bisher aber nicht das richtige finden? Wir haben sehr viel Erfahrung über Arbeitsrecht und wollen Ihnen daher im Folgenden das Wichtigste über Zeitarbeit ideal näherbringen. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen persönlich bei. Wir freuen uns auf Sie.

Wie ist die Begriffserklärung von Zeitarbeit?

Der Begriff Zeitarbeit wird in der Praxis häufig verwendet und beschreibt einen durchaus gebräuchlichen Begriff, welcher im Rahmen einer Dreieckskonstellation zwischen Arbeitnehmer, Verleiher und Entleiher die Überlassung von Arbeitnehmern darstellt. Im Grunde werden die Begriffe Arbeitnehmerüberlassung, Leiharbeit sowie Zeitarbeit synonym verwendet, umschreiben jeweils dieselbe vertragliche Situation. Bei der Zeitarbeit überlässt der Vertragsarbeitgeber (Verleiher) den Arbeitnehmer (Leih- bzw. Zeitarbeitnehmer) an einen Dritten (Entleiher) mit dem Ziel der Erbringung einer bestimmten Arbeitsleistung. Der entsprechende Arbeitsvertrag besteht zwischen Leiharbeitnehmer und Verleiher, während zwischen Verleiher und Entleiher ein Arbeitnehmerüberlassungsvertrag abgeschlossen wird. Keine vertragliche Verbindung besteht zwischen Entleiher und Leiharbeitnehmer, doch wird der überlassene Arbeitnehmer während der Zeitarbeit in den Betrieb des Entleihers eingegliedert und unterliegt dessen Weisungen. Die Befugnisse und Verpflichtungen des Arbeitgebers, insbesondere im Hinblick auf das Direktionsrecht, werden bei der Zeitarbeit zwischen dem Verleiher und dem Entleiher aufgegliedert.

Abgrenzung der Zeitarbeit zum drittbezogenen Personaleinsatz bei Werkverträgen

Die Rechtsgrundlagen der Zeitarbei, beziehungsweise der Arbeitnehmerüberlassung befinden sich im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). Dabei muss die Zeitarbeit zuerst von anderen Formen des drittbezogenen Personaleinsatzes abgespalten werden, die dem Anwendungsbereich des AÜG nicht unterliegen. Zeitarbeit oder Arbeitnehmerüberlassung im Sinne des AÜG ist beispielsweise dann nicht vorliegend, wenn ein Unternehmer für einen anderen auf Basis eines Werkvertrages tätig wird, er dem anderen Unternehmer damit nicht die Überlassung von Arbeitnehmern, hingegen aber die Erstellung eines Werkes schuldet. In diesen Fällen können ebenfalls Arbeitnehmer im Unternehmen des Dritten als Erfüllungsgehilfen ihres Arbeitgebers eingesetzt werden. Entgegensätzlich zur Zeitarbeit sind sie jedoch nicht dem Direktions- und Weisungsrecht des Dritten unterstellt. Als Dritter kann der Werkbesteller dem Arbeitnehmer lediglich derartige Anweisungen erteilen, welche sich auf die Abwicklung des Werkes beziehen. Als Kriterien zur Abgrenzung zwischen der Zeitarbeit und dem drittbezogenen Personaleinsatz im Rahmen eines Werkvertrages, kommt es maßgeblich auf die Gewährleistungsverpflichtung, das Unternehmerrisiko, die Vergütungsgefahr, die Organisation der Arbeiten, die Berechnung der Vergütung wie auch die Weisungsbefugnis im Bezug auf die eingesetzten Arbeitskräfte an.

Zeitarbeit und Erlaubnispflicht

Damit während der Zeitarbeit ein Missbrauch vermieden werden kann, unterliegt die Zeitarbeit im Hinblick auf die Zulässigkeit und den für den Arbeitgeber zu gewährenden Arbeitsbedingungen sehr strengen gesetzlichen Forderungen nach den Regelungen des AÜG. Die bedeutendste gesetzliche Basis zur Umgehung von Missbrauch knüpft an die Zuverlässigkeit des Verleihers an, denn nicht jeder, der Zeitarbeit oder Arbeitnehmerüberlassung betreiben will, ist dazu befugt. Der Verleiher, der Zeitarbeit oder Arbeitnehmerüberlassung betreiben will, bedarf hierzu grundsätzlich einer Befugnis mittels der Agentur für Arbeit. Diese wird allerdings nur erteilt, sobald der Verleiher spezifische Anforderungen erfüllt. Eine weitere wichtige Regelung in diesem Zusammenhang besteht darin, dass für den Fall, wenn der Vertragsarbeitgeber für die Überlassung des Arbeitnehmers an den Entleiher nicht über die benötigte Erlaubnis verfügt, der Vertrag zwischen Verleiher und Leiharbeitnehmer dementsprechend unwirksam ist und ein Arbeitsverhältnis zwischen dem Entleiher und dem Leiharbeitnehmer als ausgeführt gilt (§§ 9, 10 AÜG).

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Als Anwalt aus Hannover für Arbeitsrecht bieten wir Ihnen mit unserem Lexikon Hinweise. Neben Begriffen wie Zeitarbeit informieren wir Sie auch über Wettbewerbsverbot oder Zeugnis.

Pistorius . Ott
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